Lehrbuch mit Stiften. Rechte: flickr.com/Moyan Brenn

Master-Studium (M.A.)

Der Master-Studiengang Wissenschaftsjournalismus kombiniert wie der Bachelor-Studiengang Theorie (Forschungsorientierung) und Praxis (Berufsorientierung). In dem vertiefenden Studium sollen die Studierenden zum einen lernen, in der Journalistik selbstständig wissenschaftlich zu arbeiten, insbesondere unter Einbeziehung ihres Zweitfachs. Die Master-Studierenden betrachten den Bereich Wissenschaftsjournalismus verstärkt aus der Forschungsperspektive, nachdem sie in der Bachelor-Phase auf die Berufspraxis vorbereitet worden sind. Das Master-Studium kann somit eine akademische Karriere eröffnen.

Zum anderen sollen die Studierenden in der Master-Phase auch ihre Fähigkeiten erweitern, Themen aus den Bereichen Naturwissenschaften, Technik und Medizin strukturiert zu recherchieren und darüber angemessen zu berichten. Auf dieser Grundlage sollen sie dazu befähigt werden, im Journalismus auch in führenden Positionen tätig zu werden, insbesondere in aktuell berichtenden Massenmedien.

Der zweisemestrige Master-Studiengang Wissenschaftsjournalismus besteht aus drei Komponenten mit insgesamt 60 Credits:

  • Studieneinheit Wissenschaftsjournalismus (24 Credits)
  • Zweitfach (6 Credits)
  • Master-Arbeit mit begleitenden Kolloquien (30 Credits).

Wichtige Informationen

  • Zulassung

    Zulassung

    Voraussetzungen

    Der Dortmunder Master-Studiengang Wissenschaftsjournalismus ist konsekutiv, das heißt er baut auf den Bachelor-Studiengang Wissenschaftsjournalismus auf. Deswegen setzt die Zulassung zum Master-Studiengang Wissenschaftsjournalismus den Abschluss des Bachelor-Studiengangs Wissenschaftsjournalismus an der Technischen Universität Dortmund voraus.

    Wer an einer anderen Universität einen Abschluss in Wissenschaftsjournalismus erworben hat, kann sich diesen vom Prüfungsausschuss als gleichwertig anerkennen lassen. Voraussetzung dafür ist, dass der Bewerber/ die Bewerberin ein mindestens zwölfmonatiges Volontariat abgeschlossen hat, sei es während des Studiums oder zusätzlich zum Studium.

    Zugelassen werden können nur Bewerber, die den Bachelor-Studiengang mindestens mit der Gesamtnote "gut" (Notendurchschnitt besser als 2,5) abgeschlossen haben. Bei einer schlechteren Gesamtnote kann der Prüfungsausschuss in begründeten Ausnahmefällen den Bewerber/ die Bewerberin auch auf der Basis eines Auswahlgesprächs zum Master-Studium zulassen.

    Fristen

    Absolventen des Bachelor-Studiengangs Wissenschaftsjournalismus der TU Dortmund, die direkt im Anschluss an ihr Volontariat mit dem Master-Studium beginnen wollen, melden sich zunächst für den Bachelor-Studiengang zurück.

  • Studieneinheit Wissenschaftsjournalismus

    Studieneinheit Wissenschaftsjournalismus

    Die Studieneinheit Wissenschaftsjournalismus besteht aus drei Modulen:

    • Redaktionsmanagement und Organisationspsychologie (8 Credits)
    • Vertiefung der empirischen Sozialforschung (8 Credits)
    • Wahlpflicht (wissenschafts-)journalistische Vertiefung (8 Credits)
  • Studieneinheit Zweitfach

    Studieneinheit Zweitfach

    Die Studieneinheit Zweitfach besteht aus dem Modul "Wahlpflicht Zweitfach"

    Als Zweitfach stehen wie im Bachelor-Studiengang folgende Fächer zur Auswahl:

    • Naturwissenschaften
      entweder mit dem Schwerpunkt Biowissenschaften/Medizin
      oder mit dem Schwerpunkt Physik
  • Master-Arbeit

    Master-Arbeit

    Die Masterarbeit soll im engen fachlichen Zusammenhang mit dem im Zweitfach gewählten Wahlpflicht-Modul stehen. Die Bearbeitungszeit beträgt vier Monate, kann bei empirischen Arbeiten aber um einen Monat verlängert werden. Der Umfang sollte 120 DIN-A4-Seiten nicht überschreiten (exkl. Anhang). Die Ergebnisse sind der Prüfungskommission in einem Vortrag zu präsentieren. Während der Bearbeitungszeit sind Kolloquien zu belegen.

    Themen bisheriger Master-Arbeiten:

    • Artz, Kerstin: Welche Themenwünsche haben Mediennutzer? Eine Inhaltsanalyse wissenschaftsjournalistischer Frageformate am Beispiel von "Die Zeit", "1Live", dem "Kölner Stadtanzeiger" und "Kopfball". 2010.
    • Badenschier, Franziska: Themenauswahl im Wissenschaftsjournalismus. Entwurf einer spezifischen Nachrichtenwerttheorie und erste empirische Überprüfung. 2010.
    • Berres, Irene: Experten im Medizinjournalismus. Eine explorative Arbeit zur Entwicklung eines Rechercheleitfadens zur Erfassung finanzieller Interessenkonflikte von Experten in der Medizin. 2012.
    • Bülow, Marcel: Gute Praxis Medizinjournalismus. Evidenzbasierte Gesundheitsinformationen im Spiegel journalistischer Maßstäbe. 2010.
    • Czaja, Sandra: Berücksichtigen Journalisten Folgen Ihrer eigenen Berichterstattung? Ein qualitativer Vergleich zwischen Politik- und Wissenschaftsjournalisten deutscher Leitmedien. 2011.
    • Gabel, Tim Frederik: Nachrichten aus einem (un)bekannten Universum: Die Entwicklung von Pressemitteilungen aus der Wissenschaft aus wissenschaftsjournalistischer Perspektive. 2010.
    • Jotzo, Meike: Prostaglandine? Ach so! Nutzen oder Schaden von Fachbegriffen bei der Wissenschaftsberichterstattung im Hörfunk. 2009.
    • Kirchhoff, Christine: Zwischen Börsenkursen, Regulierungsbehörden und Unternehmensbilanzen - Wissen als Teilaspekt der Wirtschaftsberichterstattung. Eine Inhaltsanalye zum Sonderfall des integrierten Wissenschaftsjournalismus zu den Themengebieten erneuerbare Energien und Pharmabranche in vier deutschen Zeitungen. 2012.
    • Krause, Maike: Der große Gesundheits-Check. Eine Klassifizierung und Inhaltsanalyse der gesundheits-journalistischen Berichterstattung in deutschen Printmedien. 2012.
    • Marty, Christoph: Heiße Gespräche und tödliche Spritzen? Wissenschaftliche Unsicherheit im Medizinjournalismus. 2009.
    • Merkel, Christina: Mein Nachbar, der Experte. Wie regional muß Wissenschaftsjournalismus in der Regionalzeitung sein? Eine empirische Analyse am Beispiel der Nürnberger Zeitung. 2012.
    • Müller, Christina: Unterhaltungsstrategien im Wissenschaftsfernsehen Beitrag zur Entwicklung eines Instrumentes für die Rezeptionsforschung. 2010.
    • Reichert, Inka: Quality Criteria for Environmental Reporting in Kenya. An Analysis from the Perspective of Kenyan Science Journalists. 2011.
    • Stigler, Sophie: Recherchestrategien im Netz. Das Suchvorgehen von Fachexperten, Netzexperten und Laien im Test. 2013.

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