Nahaufnahme einiger Laborgefäße. Rechte: flickr.com/usehung

Bachelor-Studium (B.A.)

Der Bachelor-Studiengang Wissenschaftsjournalismus ist gekennzeichnet durch die Kombination von Theorie (Forschungsorientierung) und Praxis (Berufsorientierung). Er soll die Studierenden dazu befähigen, im Journalismus, vor allem in aktuell berichtenden Massenmedien, zu arbeiten. Insbesondere lernen die Studierenden, Themen aus den Bereichen Naturwissenschaften, Medizin und Technik sachgerecht zu recherchieren und darüber angemessen zu berichten. Daneben schafft der Bachelor-Abschluss die Voraussetzungen für ein fachlich vertiefendes und die journalistische Qualifikation ergänzendes Master-Studium.

Der Bachelor-Studiengang gliedert sich in fünf Komponenten, in denen insgesamt 240 Credits zu erwerben sind (Stand: Juni 2016):


Wichtige Informationen

  • Zulassung

    Zulassung

    Studienplätze und Fristen

    Der Bachelor-Studiengang Wissenschaftsjournalismus beginnt jeweils zum Wintersemester. Jedes Wintersemester werden bis zu 15 Plätze vergeben. Davon sind zehn bis zwölf reguläre Studienplätze, das heißt für Bewerber, die noch kein Volontariat absolviert haben. Neben diesen regulären Studienplätzen werden bis zu fünf zusätzliche Plätze an Bewerber vergeben, die bereits vor Antritt des Studiums ein vom Institut anerkanntes Volontariat abgeschlossen haben.

    Bewerbungsfrist ist in der Regel der 15. Juli des Jahres, in dem zum Wintersemester das Studium aufgenommen werden soll. Die Zulassungsbescheide werden erfahrungsgemäß im August verschickt. Bitte informieren Sie sich über alle aktuellen Termine und Modalitäten des Bewerbungsverfahrens beim Studierendensekretariat der Technischen Universität Dortmund. Dort finden Sie zu gegebener Zeit auch die Unterlagen für die Online-Bewerbung.

     

    Voraussetzungen

    Die Zulassung zum Bachelor-Studiengang Wissenschaftsjournalismus erfolgt auf der Basis eines hochschulinternen Numerus clausus, der je nach Bewerberzahl von Jahr zu Jahr variiert. Zum Vergleich: Für die zehn bis zwölf regulären Plätze lag der Numerus clausus in den Vorjahren wie folgt:

    • Wintersemester 2013/2014: 2,4
    • Wintersemester 2012/2013: -
    • Wintersemester 2011/2012: 1,4
    • Wintersemester 2010/2011: 1,5
    • Wintersemester 2009/2010: 1,8
    • Wintersemester 2008/2009: 1,3
    • Wintersemester 2007/2008: 1,2
    • Wintersemester 2006/2007: 1,4
    • Wintersemester 2005/2006: 1,3.

    20 Prozent der Studienplätze werden nach Wartesemestern vergeben (Wintersemester 2009/2010: 6; Wintersemester 2010/2011: 6).

    Wer eine Zulassung erhalten hat, muss zur Einschreibung die allgemeine Hochschulreife (Abitur) und eine mindestens sechswöchige Hospitation nachweisen.

     

    Besondere Zulassungsvoraussetzung: Hospitation

    Medien

    Die Hospitation muss in der Redaktion einer Tageszeitung, einer wöchentlich erscheinenden Zeitung/Zeitschrift, einer Rundfunk- oder Fernsehanstalt oder bei einem aktuellen Online-Medium absolviert werden. Ziel der Hospitation ist es, wiederkehrende journalistische Basisroutinen kennen zu lernen. Hospitationen bei Medien, die seltener als einmal im Monat erscheinen, werden in der Regel nicht anerkannt. denn aufgrund der langen Abstände zwischen den Veröffentlichungen ist es hier in der Regel nicht möglich, die journalistischen Routinen kennen zu lernen. In Ausnahmefällen können jedoch sechswöchige Hospitationen bei qualitativ hochwertigen Monatsmedien anerkannt werden. Nicht anerkannt werden zudem Hospitationen in der Redaktion eines Anzeigenblattes, einer PR-Agentur oder in nicht-journalistischen Medien.

    Dauer

    Die Hospitationszeit muss mindestens sechs Wochen betragen. Sie kann gesplittet werden, z.B. in zweimal drei Wochen oder in einmal zwei und einmal vier Wochen. Voraussetzung für die Anerkennung ist, dass beide Medien die oben genannten Kriterien erfüllen.

    Anerkennung freier Mitarbeit

    Eine regelmäßige freie Mitarbeit in einer der genannten Redaktionen gilt dann als gleichwertig zur Hospitation, wenn sie mindestens sechs Monate gedauert hat und der Bewerber mindestens zwei der drei folgenden Aufgaben wahrgenommen hat:

    • Besuch von Terminen und selbstständiges Schreiben von Texten
    • Bearbeitung fremder Texte (kürzen, umschreiben, titeln)
    • Sonntags- bzw. Spätdienst.

    Nachweis

    Eine Bescheinigung über eine Hospitation bzw. adäquate freie Mitarbeit muss am Institut für Journalistik abgezeichnet und bei der Einschreibung vorgelegt werden. Die Hospitationsbescheinigung muss Auskunft über Dauer und Inhalt der Arbeit geben. Ohne diesen Nachweis ist keine Einschreibung möglich! Zur vorherigen Bewerbung für einen Studienplatz muss diese Bescheinigung noch nicht vorliegen.

    Termin

    Die Hospitation sollte zum Termin der Einschreibung bereits abgeschlossen sein. Ausnahmefälle können eintreten, wenn für die Bewerber die Zeit zwischen Abitur bzw. Wehr- oder Ersatzdienst und Studienbeginn zu knapp ist, um diese Bedingung zu erfüllen. In diesen Fällen genügt eine Zusage des Medienbetriebes, dass das Praktikum bis zum Beginn der Vorlesungszeit (01.10. des jeweiligen Jahres) absolviert sein wird. Zum Zeitpunkt der Einschreibung sollten dann mindestens zwei Drittel der Hospitation bereits abgeleistet sein. Liegen weniger als sechs Wochen zwischen Ende der Dienstzeit und Einschreibung, kann die Hospitation auch im ersten Studienjahr nachgeholt werden. Über solche Ausnahmeregelungen entscheidet der Prüfungsausschuss auf Antrag.

  • Studieneinheit Journalistik

    Studieneinheit Journalistik

    Sowohl im Bachelor- als auch im Master-Studiengang Wissenschaftsjournalismus werden journalistische Kompetenzen vermittelt. Die praxisorientierte journalistische Ausbildung zeichnet die Studiengänge am Dortmunder Institut für Journalistik aus. Damit heben sie sich stark von anderen eher theoretisch ausgerichteten kommunikationswissenschaftlichen Studiengängen ab.

    Im Bachelor-Studiengang werden in der Studieneinheit Journalistik Grundlagen des Journalismus vermittelt: Recherchetechnik und Stilistik, journalistische Darstellungsformen von der Nachricht bis zur Reportage, Medienrecht, Medienökonomie und Ethik. Hinzu kommen kommunikationswissenschaftliche Basiskenntnisse sowie Seminare, die speziell auf den Arbeitsalltag von Wissenschaftsjournalisten vorbereiten, etwa Strukturen nationaler und internationaler Forschung.

    Die Module für die Studieneinheit Journalistik/Wissenschaftsjournalismus sind im Einzelnen (Stand: Juni 2016):

    • Gesellschaftliche und kommunikationswissenschaftliche Grundlagen des (Wissenschafts-)Journalismus (13 Credits)
    • Struktur und Entwicklung der Massenmedien (10 Credits)
    • Journalistische Vermittlung und Produktion I: Allgemeiner Journalismus (13 Credits)
    • Journalistische Recherche und Produktion II: Wissenschaftsjournalismus (12 Credits)
    • Journalistische Recherche und Produktion III: Projektstudium (12 Credits)
    • Wahlpflichtbereich (10 Credits)
    • Bachelor-Arbeit (12 Credits)
    • Volontariat mit Begleitseminaren (60 Credits)
    • Außerdem müssen 15 Credits in Praktika erbracht werden. Mehr dazu unter dem Punkt "Praxis".

     

    Verknüpfung von Journalistik und Zweitfach

    In den speziellen Veranstaltungen des Lehrstuhls Wissenschaftsjournalismus werden Inhalte der Studieneinheit Journalistik und Inhalte des Zweitfachs immer wieder verknüpft. Dies gilt für den Bachelor- und den Master-Studiengang.

    Themen aus den Zweitfach-Vorlesungen werden in Seminaren und Übungen journalistisch aufbereitet.  Beide Komponenten des Wissenschaftsjournalismus werden nicht nacheinander, sondern miteinander studiert.

    Wissenschaftliches Arbeiten

    Im Bachelor-Studiengang werden auch Grundlagen wissenschaftlichen Arbeitens sowie Kenntnisse der empirischen Sozialforschung vermittelt. Diese werden in Projekten und mitunter auch in der Bachelor-Arbeit angewendet sowie in der Master-Phase nochmals vertieft. Die Kenntnis wissenschaftlicher Standards ist aber auch für den (wissenschafts-)journalistischen Alltag unerlässlich.

  • Studieneinheit Zweitfach

    Studieneinheit Zweitfach

    Sowohl im Bachelor- als auch im Master-Studiengang Wissenschaftsjournalismus werden journalistische und naturwissenschaftlich-technische Inhalte kombiniert. Im Bachelor-Studium werden beide Studieneinheiten von Anfang an gleichzeitig und gleichwertig studiert. So macht das Zeitfach etwa 40 Prozent des gesamten Bachelor-Studiums (inkl. Volontariat) aus bzw. rund 50 Prozent der Zeit an der Universität (ohne Volo-Jahr). Die Studierenden können zu Beginn des Bachelor-Studiums frei wählen, welches Zweitfach sie belegen möchten.

    Zur Auswahl stehen:

    • Naturwissenschaften
      entweder mit dem Schwerpunkt Biowissenschaften/Medizin
      oder mit dem Schwerpunkt Physik

    Die Zweitfächer Naturwissenschaften und Ingenieurwissenschaften spiegeln die klassische Themen-Aufteilung vieler Wissenschaftsredaktionen wieder. Hier lässt sich oft eine Spezialisierung auf biologisch-medizinische Inhalte, Physik/Astronomie und Technik (Ingenieurwissenschaften) beobachten.

    Der neue Studienschwerpunkt Datenjournalismus möchte die gestiegene Zugänglichkeit von Daten aller Art nutzen, um angehenden Journalisten bislang wenig erschlossene Recherchequellen zu eröffnen. Studierende erwerben nicht nur die Kompetenz, in Datenbanken geeignete Rohdaten zu identifizieren, sondern auch die statistische Expertise zur Auswertung und Visualisierung dieser Daten. Die journalistische Umsetzung wird in projektförmigen Seminaren mit Dozenten aus der Praxis vermittelt. Zudem nehmen die Studierenden gemeinsam mit ihren Kommilitonen des Wissenschaftsjournalismus an weiteren Veranstaltungen der Journalistik teil, zum Beispiel an den Lehrredaktionen.

  • Praxis

    Praxis

    Ein hoher Praxisanteil hat am Institut für Journalistik seit mehr als drei Jahrzehnten Tradition. Der Bachelor-Studiengang Wissenschaftsjournalismus umfasst drei Praxiselemente:

    • die zweisemestrige Arbeit in den Lehrredaktionen
    • zwei externe Praktika
    • das einjährige Volontariat.

    Lehrredaktionen

    Während des Bachelor-Studiums arbeiten die Wissenschaftsjournalismus-Studierenden zwei Semester lang in den Lehrredaktionen des Instituts für Journalistik. Die Studierenden können dabei zwei von vier Lehrredaktionen auswählen:

     

    Externe Praktika

    Im Bachelor-Studiengang Wissenschaftsjournalismus müssen - neben dem einen oder anderen naturwissenschaftlichem Praktikum in einem Uni-Labor - zwei journalistische Praktika absolviert werden:

    • PR-Praktikum - ein zweimonatiges Praktikum bei einer Forschungseinrichtung oder einer Organisation zur Wissenschaftsförderung. Dieses Praktikum kann etwa in der Pressestelle einer Universität oder Forschungseinrichtung wie dem DKFZ und der Max-Planck-Gesellschaft absolviert werden. Das Praktikum kann in zwei Abschnitte gesplittet werden.
    • Auslandspraktikum - ein mindestens vierwöchiger Auslandsaufenthalt bei einer Ausbildungseinrichtung der Journalistik. Möglich sind hier Praktika bei fremd- oder deutschsprachigen Medien und auch Studienleistungen an Journalistenschulen oder Universitäten. Grund für den vorgeschriebenen Auslandsaufenthalt ist der hohe Internationalisierungsgrad in Wissenschaft und Forschung.

     

    Volontariat

    Der Bachelor-Studiengang Wissenschaftsjournalismus schließt nach einem sechssemestrigen Studium an der Universität mit einem einjährigen Volontariat ab. Diese externe Praxisphase in den Medien hat sich im Studiengang Journalistik als sehr erfolgreich erwiesen. Die Vermittlung von Volontariatsplätzen durch das Institut für Journalistik hat zum einen die Attraktivität für die Studierenden (mit-)begründet und zwingt zum anderen das Institut, sein Lehrangebot ständig an den von der Praxis geforderten Qualifikationen zu messen.

    Anerkennung von Praktika

    Die Praktika und das Volontariat sind bei Einrichtungen zu absolvieren, die durch den Prüfungsausschuss anerkannt sind. Journalistische Praktika oder Volontariate, die bereits vor dem Studium absolviert wurden, können anerkannt werden. Die Entscheidung trifft der Prüfungsausschuss.

  • Bachelor-Arbeit

    Bachelor-Arbeit

    Die Bachelor-Arbeit ist am Ende des sechsten Semesters - also vor Beginn des Volontariats - zu absolvieren. Die Bearbeitungszeit beträgt acht Wochen. Der Umfang sollte nicht mehr als 50 DIN-A4-Seiten betragen. Der Kandidat kann das Thema selbst vorschlagen.

    Weitere Informationen zur Bachelor-Arbeit finden sich im Modulhandbuch.


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