Vergangene Jahre

Den Auftakt für das deutsch-französische Seminar gab im Februar 2006 das einwöchige Seminar zum Thema "Gentests und Ethik". Seitdem nehmen regelmäßig Studierende der Dortmunder Studiengänge Journalistik und Wissenschaftsjournalismus sowie Studierende des Straßburger Master-Studiengangs "Communication scientifique et technique" an den Seminaren teil. Das Thema wechselt jährlich.

  • 2015: Wissenschaft und Daten

    2015: Wissenschaft und Daten

    "Wissenschaft, Daten und die überwachte Gesellschaft" - "La société sous surveillance"

    Seit dem Fall Edward Snowden sollte es eigentlich jedem bewusst sein: Die Überwachung der Gesellschaft ist inzwischen eher die Regel als die Ausnahme. Dabei interessieren sich nicht nur Regierungen, sondern auch Unternehmen von Amazon über Facebook bis zum Kaufhaus mit der Payback-Karte für die Gewohnheiten eines jeden Bürgers. Der Schlüssel dazu ist die Aufarbeitung großer Datenmengen im Zeitalter von "Big Data". Doch was verbirgt sich hinter dem schillernden Begriff? Welchen Nutzen und welche Risiken birgt die Datenanalyse im großen Stil? Wo hinterlassen wir im Alltag Datenspuren, wie können diese verwendet werden? Und wie sind Methoden der Überwachung geschichtlich einzuordnen - zwischen Stasi-Methoden, Orwell-Visionen und dem Traum vom gläsernen Bürger bereits im 18. Jahrhundert?

    Eine Woche lang gaben Experten aus Frankreich und Deutschland im Rahmen eines gemeinsamen deutsch-französischen Seminars der Universitäten in Dijon, Strasbourg und Dortmund Antworten auf diese Fragen. Gleichzeitig trainieren die Studierenden aus beiden Ländern in einer simulierten aktuellen Berichterstattung über eine Wissenschaftstagung journalistische Stilformen wie Bericht, Kommentar, Interview und Reportage.

    Jeder Tag des Seminars war einem bestimmten Themenaspekt gewidmet. So diskutierten die Studierenden unter anderem mit der Pressesprecherin der Stasi-Unterlagen-Behörde über die überwachte Gesellschaft, von Informatikern und Netzwerkspezialisten erfuhren die Teilnehmer, welche Datenspuren wir in der digitalen Welt hinterlassen und wie Journalisten selbst riesige Datenmengen für die Gesellschaft nutzbar machen können. Auf Flugdrohnen und andere Hightech-Datensammler trafen die Seminarteilnehmer in einem Forschungslabor der Universität Dijon im Außenstandort Le Creusot.

    Das Seminar diente nicht nur dazu, den Wissens-Horizont der Studierenden zu erweitern, sondern die wissenschaftsjournalistische Berichterstattung von einer Fachkonferenz einzuüben. Dazu verfassten die Studenten im Anschluss an die Vorträge unter Realbedingungen Artikel, die in den morgendlichen Sitzungen zusammen mit den Seminarleitern kritisch und konstruktiv besprochen wurden. Trotzdem blieb den Seminarteilnehmern genügend Zeit, um gemeinsam das kulturelle Angebot der Stadt Dijon und der Region Bourgogne kennenzulernen.

    Ein großer Dank gebührt an dieser Stelle der Caspar Ludwig Opländer Stiftung, die das Seminar seit 2012 finanziell fördert und ohne deren Unterstützung der intensive deutsch-französische Austausch nicht möglich wäre.

    Programm

    Das deutsch-französische Seminar fand vom 8. bis zum 13. Februar 2015 erstmals in Dijon statt. Die Studenten nahmen an den Konferenzen teil, besichtigten das Forschungslabor für Elektronik und Datenvisualisierung Le2i in Le Creusot und besuchten eine Kinovorstellung des Stasi-Dramas "Barbara". Aus aktuellem Anlass (der Anschlag auf die Redaktion der Satire-Zeitung Charlie Hebdo lag gerade einen Monat zurück) erarbeiteten die Seminarteilnehmer Kurzvorträge zu den Themen Satire, Meinungs- und Pressefreiheit. Die Vorträge dienten als Grundlage für das anschließende Kamingespräch, zu dem die Journalisten Alex Rühle (Süddeutsche Zeitung) und Jean-Pierre Stucki (France 3 Bourgogne) eingeladen waren. 

    Das Programm ist im Archiv zum Download aufgeführt

    Glossar

    Zur Einstimmung auf das Seminar verfassten die teilnehmenden Studenten ein Glossar mit nützlichen Begriffen aus den Bereichen Informatik, Überwachung und Wissenschaft - von A wie Algorithmus (algorithme) bis Z wie Zensur (censure). Dieses diente als Vorbereitung auf die teils auf Deutsch, teils auf Französisch gehaltenen Vorträge.

    Das Glossar ist im Archiv zum Download aufgeführt

    Schreibwerkstatt

    Die journalistische Berichterstattung von einer wissenschaftlichen Konferenz stand im Fokus des Seminars. Nach einer Einführung in die journalistischen Formen Bericht, Kommentar, Interview und Reportage - bei der auch Unterschiede in Frankreich und Deutschland zur Sprache kamen - verfassten die Studierenden abends Artikel zu den Themen des Tages. Die Mühe hat sich gelohnt: Die besten deutschen und französischen Texte wurden von der Jury ausgezeichnet. In Kürze folgen hier die prämierten Artikel zum Nachlesen.

    Die prämierten Texte sind im Archiv zum Download aufgeführt

  • 2014: Wissenschaft und Musik

    2014: Wissenschaft und Musik

    "Wissenschaft und Musik" - "Science et Musique"

    Woraus besteht Musik? Welche Rolle spielen Töne und Klänge in der Medizin? Warum singen wir unter der Dusche? Und was hat Musik mit Mathematik zu tun? - Diesen und weiteren Fragen versuchten die Teilnehmer des deutsch-französischen Seminars im Februar 2014 auf den Grund zu gehen.

    Spielorte der wissenschaftlich-musikalischen Darbietungen waren das Erich-Brost-Haus auf dem Campus der Dortmunder Universität, die DASA Arbeitswelt Austellung in Dortmund, die Deutsche Oper am Rhein in Duisburg sowie das Aalto-Musiktheater in Essen. Neben Studenten der Université de Strasbourg waren erstmals Studierende der Universität Dijondabei. Dem Thema des Seminars entsprechend nahmen auch zahlreiche Musikjournalismus-Studierende der TU Dortmund an der einwöchigen Veranstaltung teil.

    Deutsche und französische Experten aus den unterschiedlichsten Wissenschaftsbereichen referierten jeweils in ihrer Muttersprache zu Themen rund um "Wissenschaft und Musik" - und stellten sich anschließend in einer Diskussionsrunde den Fragen der Studierenden. Jeder Tag des Seminars war dabei einem wissenschaftlichen Schwerpunkt sowie einer bestimmten journalistischen Stilform gewidmet. So sprachen die Studierenden unter anderem mit dem Musikwissenschaftler Michael Stegemann, dem Soziologen François Ribac sowie mit Silke Berdux vom Deutschen Museum über die Entwicklung von Musikinstrumenten. Der Mediziner Hans-Joachim Trappe sowie Gerd Antes, Leiter des Deutschen Cochrane Zentrums, informierten über die psychologische Wirkung von Musik. In den Vorträgen der Physikerin Delphine Chadefaux und von Statistikprofessor Claus Weihs ging es über Klänge, Töne und Schwingungen. Im Rahmen eines Kamingesprächs und einer Morgensitzung mit Wissenschafts- und Musikjournalisten von ARTE bis zum WDR konnten die Teilnehmer des Seminars zudem die journalistischen Unterschiede zwischen Frankreich und Deutschland kennenlernen.

    Wie immer diente das Seminar aber nicht nur dazu, den Wissens-Horizont der Studierenden zum Thema "Wissenschaft und Musik" zu erweitern, sondern auch die wissenschaftsjournalistische Berichterstattung von einer wissenschaftlichen Tagung zu simulieren. Dazu verfassten die Studenten im Anschluss an die Vorträge unter Realbedingungen Artikel, die in den morgendlichen Konferenzen zusammen mit den Seminarleitern kritisch und konstruktiv besprochen wurden. Das kulturelle Angebot im Ruhrgebiet kam dabei trotzdem nicht zu kurz - auch jenseits der Exkursionen zu einer Generalprobe samt Gespräch mit Autor und Dramaturg sowie der Oper "Ariadne auf Naxos"im Essener Aalto-Musiktheater.

    Ein großer Dank gebührt an dieser Stelle der Caspar Ludwig Opländer Stiftung, die das Seminar seit 2012 finanziell fördert und ohne deren Unterstützung der intensive deutsch-französische Austausch nicht möglich wäre.

    Programm

    Das deutsch-französische Seminar fand vom 9. bis zum 14. Februar statt. Die Studenten nahmen an den Konferenzen teil, besichtigten das DASA Science Center im Rahmen des WDR5 Radiotags und warfen bei einer Generalprobe einen Blick hinter die Kulissen der Deutschen Oper am Rhein.

    Eine musikalische Einlage durfte bei einem Seminar mit dem Titel "Wissenschaft und Musik" natürlich nicht fehlen. Am Aalto-Theater in Essen konnten interessierte Teilnehmer deshalb der Oper "Ariadne auf Naxos" lauschen. Das gesamte Programm der Seminarwoche finden Sie hier:

    Das Programm ist im Archiv zum Download aufgeführt

    Glossar

    Zur Einstimmung auf das Seminar verfassten die teilnehmenden Studenten Vokabellisten mit nützlichen Begriffen aus den Bereichen Musik und Wissenschaft. Diese dienten als Vorbereitung auf die teils auf Deutsch, teils auf Französisch gehaltenen Vorträge. Das Glossar enthält auch manch "exotisches" Wort wie acouphène oder système neurovégétatif.

    Das Glossar ist im Archiv zum Download aufgeführt

    Schreibwerkstatt

    Die journalistische Berichterstattung von einer wissenschaftlichen Konferenz (fast) unter Realbedingungen stand im Fokus des Seminars. Nach einer Einführung in die journalistischen Formen Bericht, Kommentar, Interview und Reportage - bei der auch Unterschiede in Frankreich und Deutschland zur Sprache kamen - verfassten die Studierenden abends Artikel zu den Themen des Tages. Die Mühe hat sich gelohnt: Die besten deutschen und französischen Texte wurden von der Dozenten-Jury ausgezeichnet. 

  • 2012: Wissenschaft und Ernährung

    2012: Wissenschaft und Ernährung

    "Wissenschaft und Ernährung" - "La nourriture et les sciences"

    Essen und Trinken gehören zu den Grundbedürfnissen des Menschen. Und doch erstaunt es, wie wenig wir über unsere Ernährung wissen. Woher kommt mein Essen? Was steckt tatsächlich hinter ausgewogener Ernährung? Wie erkenne ich gesunde Lebensmittel? Wie wirken sich Ökoprodukte und Gentech-Pflanzen auf Umwelt und Welternährung aus?

    Mit diesen und anderen Fragen rund um die Ernährung beschäftigten sich Studierende der TU Dortmund und der Université de Strasbourg im Rahmen des deutsch-französischen Seminars, das im Februar 2012 in Straßburg stattfand.

    À table! – Zu Tisch!

    Geladene Experten aus beiden Ländern informierten die Studierenden in Vorträgen über den aktuellen Stand zum Thema "Wissenschaft und Ernährung". Die Teilnehmer sprachen unter anderem mit einem Agrarwissenschaftler über Gentechnik, mit einer Soziologin über krankhafte Essgewohnheiten und mit einem Lebensmittelhygieniker über die Kennzeichnung von Nahrungsmitteln.

    Gleichzeitig ging es in dem Seminar darum, die Nachwuchs-Journalisten mit der wissenschaftsjournalistischen Berichterstattung vertraut zu machen. Wie auf einer echten Tagung verfassten die Studierenden zu den jeweiligen Themen Artikel, die dann bei den morgendlichen Konferenzen kritisch-konstruktiv besprochen wurden.

    Dennoch blieb für die Teilnehmer genügend Zeit, die Stadt zu besichtigen und – passend zum Thema des Seminars – die kulinarischen Spezialitäten der elsässischen Küche kennenzulernen.

    Für das deutsch-französische Seminar kooperierte der Lehrstuhl Wissenschaftsjournalismus mit der Caspar Ludwig Opländer Stiftung, die das Projekt finanziell unterstützt hat.

    Programm

    Vom 27. Februar bis zum 2. März 2012 hörten deutsche und französische Studierende wissenschaftliche Vorträge zum Thema "Wissenschaft und Ernährung" in französischer und deutscher Sprache. Neben den Konferenzen besuchten die Teilnehmer des Seminars eine Schokoladenfabrik in Saverne und besichtigten das interaktive Wissenschaftsmuseum "Le Vaisseau". Das komplette Programm der Projektwoche finden Sie hier.

    Das Programm ist im Archiv zum Download aufgeführt

    Glossar

    En français, s'il vous plaît! Zur Vorbereitung des Seminars haben die deutschen Teilnehmer eine Vokabelliste mit nützlichen Begriffen rund um das Thema Ernährung angefertigt. Darin findet sich auch manch exotischer Ausdruck wie produit phytosanitaire oder intoxication alimentaire wieder.

    Das Glossar ist im Archiv zum Download aufgeführt

    Schreibwerkstatt

    Ziel des Seminars war es auch, die journalistische Berichterstattung von einer Konferenz unter Realbedingungen zu üben. Nach einer Einführung in die journalistischen Formen Bericht, Reportage, Interview und Kommentar (bei der auch die Unterschiede in Deutschland und Frankreich zur Sprache kamen) verfassten die Studierenden abends Beiträge zu den Themen des Tages. Die besten Texte wurden am Ende des Seminars von einer Jury prämiert.

    Die prämierten Artikel sind im Archiv zum Download aufgeführt

  • 2011: Sport und Wissenschaft

    2011: Sport und Wissenschaft

    "Sport und Wissenschaft" - "Le sport et les sciences"

    Wer denkt, Physik, Mathe und Chemie hätten nichts mit Sport zu tun, irrt sich. Von den Einflüssen des Sports auf den Körper bis hin zur perfekten Flugbahn eines Fußballs - immer ist Wissenschaft im Spiel. Studierende der TU Dortmund und der Université de Strasbourg haben im Rahmen des deutsch-französischen Seminars das Thema Sport von der wissenschaftlichen Seite unter die Lupe genommen.

    Macht Sport wirklich gesund? Wie sieht das Doping der Zukunft aus? Warum flattert der Fußball in der Luft? Ab wann lohnt sich eine rote Karte im Fußball? Wie schleust man 70.000 Menschen sicher durch ein Stadion? Deutsche und französische Experten aus den Bereichen Sportphysiologie, Sportjournalismus, Physik und Soziologie gaben den Studierenden in Dortmund Antworten auf diese und weitere Fragen rund um das Thema "Sport und Wissenschaft".

    Ziel des Seminars war es aber auch, die wissenschaftsjournalistische Berichterstattung von einer Konferenz zu simulieren. So verfassten die Nachwuchs-Journalisten wie auf einer echten wissenschaftlichen Tagung zu den jeweiligen Themen Artikel, die in den morgendlichen Konferenzen kritisch und konstruktiv besprochen wurden. Ein wahrlich sportliches Programm - getreu dem Motto der Veranstaltung.

    Programm

    Vom 21. bis zum 25. Februar 2011 hörten Studierende aus Dortmund und Straßburg wissenschaftliche Vorträge zum Thema "Sport und Wissenschaft" in deutscher und französischer Sprache. Unter den geladenen Experten beider Länder waren Sportpädagogen, Journalisten, Physiker und Sportmediziner. Darüber hinaus bekamen die Studierenden bei einem Besuch des Westfalenstadions einen Einblick in die Technik eines Fußballstadions. Das komplette Programm finden Sie hier:

    Das Programm ist im Archiv zum Download aufgeführt

    Glossar

    À vos marques, prêts, partez! - Auf die Plätze, fertig, los! Zur Vorbereitung auf das Seminar erstellten die deutschen Studierenden Vokabellisten mit nützlichen Begriffen aus den Bereichen Wissenschaft und Sport. Manch exotische Formulierungen wie "polymères électroactifs" oder "transfusion de sang" finden sich darin wieder.

    Das Glossar ist im Archiv zum Download aufgeführt

    Schreibwerkstatt

    Die Studierenden trainierten während der Seminarwoche auch die journalistische Berichterstattung von einer Konferenz nahezu unter Realbedingungen. Nach einer kurzen Einführung in die journalistischen Formen Bericht, Interview, Kommentar und Reportage, verfassten die Teilnehmer des Seminars Beiträge zu den Themen des Tages. Die besten Texte wurden am Ende des Seminars von einer Dozenten-Jury ausgezeichnet.

    Die prämierten Texte sind im Archiv zum Download aufgeführt

  • 2009: Krieg und Wissenschaft

    2009: Krieg und Wissenschaft

    "Krieg und Wissenschaft" - "Guerre et Science"

    Das Thema "Krieg und Wissenschaft" ist explosiv. Wie explosiv, zeigt allein der Rückblick ins letzte Jahrhundert: Atombombe, Giftgas, Radar und Rakete sind alles Kinder des 20. Jahrhunderts. Ihre Väter sind Wissenschaftler wie Fritz Haber, Otto Hahn oder Wernher von Braun. Beim deutsch-französischen Seminar 2009 kamen Historiker, Künstler, Journalisten, Politiker und Forscher nach Straßburg. Die Studierenden aus Dortmund und Straßburg sprachen mit einem Nanotechnologen über den Soldaten der Zukunft, mit einer Friedensforscherin über die Gefahren von Biowaffen und mit einer Sprecherin über die projektile Waffenforschung ihres Instituts. Sie bezogen gemeinsam Stellung in einem Bunker an der Ligne Maginot und sie erlebten das, wovon Politiker häufig nur reden: die deutsch-französische Frendschaft.

    Für die Sommerhochschule kooperierte der Lehrstuhl Wissenschaftsjournalismus mit der Deutsch-Französischen Hochschule (DFH), die das Projekt finanziell unterstützt hat.

    Glossar

    En français, s'il vous plaît! Zur Vorbereitung auf das Seminar haben die deutschen Teilnehmer Vokabellisten rund um das Thema "Krieg und Wissenschaft" zusammengestellt: von A wie Allianz bis Z wie Zensur bzw. de A comme assaut à Z comme zone de combat.

    Das Glossar und das Programm sind im Archiv zum Download aufgeführt

    Schreibwerkstatt

    Die Studierenden trainierten bei dem Seminar auch die journalistische Berichterstattung zum Thema Klimawandel unter Realbedingungen. Nach einer Einführung in die journalistischen Formen Bericht, Reportage, Interview und Kommentar verfassten sie abends Beiträge zu den Themen des Tages. Die besten Texte wurden am Ende des Seminars von einer Jury prämiert.

    Die prämierten Artikel sind im Archiv zum Download aufgeführt

  • 2008: Klimawandel

    2008: Klimawandel

    "Klimawandel" - "Le changement climatique"

    Das Eis am Nordpol schmilzt, an vielen Küsten steigt der Meeresspiegel, verheerende Wirbelstürme und Überschwemmungen scheinen immer häufiger aufzutreten: Nachrichten, die mit dem Klimawandel zusammenhängen, sind schlagzeilenträchtig. Auch liefern sich Klimaexperten mit so genannten Klimaskeptikern viel beachtete Auseinandersetzungen in den Medien.

    Klimaforschung, Klimawandel und wie Journalisten in Deutschland und Frankreich darüber berichten: Das waren die Themen eines deutsch-französischen Seminars vom 5. bis 10. Oktober 2008 in Dortmund. Studierende der Université de Strasbourg und der TU Dortmund erfuhren in Vorträgen und im Gespräch mit ausgewiesenen Experten aus beiden Ländern den aktuellen Stand zu diesem wahrhaft weltbewegenden Thema. Wie genau sind Voraussagen zur globalen Erwärmung heute? Warum ist die große Mehrheit der Fachleute sicher, dass der Klimawandel vom Menschen verursacht ist? Welches sind die Argumente der "Klimaskeptiker", die dies bestreiten? Welche Folgen, beispielsweise für die Gesundheit oder die Landwirtschaft, sind durch den Klimawandel zu befürchten?

    Bei dem Seminar für angehende Journalisten hieß es natürlich auch: Wie lässt sich über ein so komplexes Themengebiet angemessen berichten? Letzteres erprobten die Teilnehmer täglich neu, denn zu den jeweiligen Themen des Tages fertigten sie – wie bei einer realen Konferenzberichterstattung - abends oder gar über Nacht Berichte, Interviews oder Reportagen an, die in der folgenden Morgenkonferenz kritisch diskutiert wurden.

    Programm

    Wissenschaftler aus Frankreich und Deutschland hielten in Dortmund Vorträge zum Klimawandel. Hier ging es um Grundlagen, aktuelle Forschungsergebnisse oder politischen Handlungsbedarf. Auch die mediale Berichterstattung war Gegenstand der Diskussionen. Zum Abschluss unternahmen die Teilnehmer eine Exkursion, bei der sie neue und alte Formen der Energiegewinnung im Ruhrgebiet kennen lernten.

    Das Programm ist im Archiv zum Download aufgeführt

    Glossar

    En français, s'il vous plaît! Zur Vorbereitung auf das Seminar stellten die Teilnehmer Vokabellisten rund ums Thema Klimawandel zusammen: von A wie Abkühlung bis Z wie Zukunft bzw. de A comme air à Z comme zone cyclonique.

    Das Programm ist im Archiv zum Download aufgeführt

    Schreibwerkstatt

    Die Studierenden trainierten bei dem Seminar auch die journalistische Berichterstattung zum Thema Klimawandel unter Realbedingungen. Nach einer Einführung in die journalistischen Formen Bericht, Reportage, Interview und Kommentar verfassten sie abends Beiträge zu den Themen des Tages. Die besten Texte wurden am Ende des Seminars von einer Jury prämiert.

    Die prämierten Artikel sind im Archiv zum Download aufgeführt

  • 2007: Fokus Gehirn

    2007: Fokus Gehirn

    "Fokus Hirn" - "La Semaine Internationale du Cerveau"

    Es ist schon paradox: Ausgerechnet das Organ, mit dem wir all die Dinge in der Welt verstehen, haben wir bislang am wenigsten verstanden. Das menschliche Gehirn ist eine Herausforderung für die Forschung. Damit ist unser Gehirn auch ein spannendes Thema für Wissenschaftsjournalisten. Im Rahmen der "Internationalen Woche des Gehirns" reisten Studierende des Dortmunder Instituts für Journalistik im März 2007 nach Straßburg, um sich gemeinsam mit Studienkollegen der Université Louis Pasteur über Themen der Hirnforschung zu informieren. "Semaine Internationale du Cerveau" heißt die Aktionswoche in der Landessprache.

    Programm

    Das deutsch-französische Blockseminar fand vom 11. bis zum 17. März 2007 statt. Neurowissenschaftler, Psychologen und Philosophen informierten die Studierenden aus erster Hand über den Stand der Forschung und aktuelle Diskussionen. Es ging um Themen wie freier Wille, Spracherwerb und Lernen, Alzheimer sowie Prionenerkrankungen wie BSE und Creutzfeldt-Jakob. Die Studierenden besuchten auch Konferenzen, folgten Podiumsdiskussionen, besichtigten Forschungslabore und befragten Wissenschaftler.

    Glossar

    Cellule nerveuse, plaques séniles, demence: Solche Vokabeln lernt man im Schulunterricht selten. Zur Vorbereitung auf die "Semaine Internationale du Cerveau" haben die deutschen Teilnehmer deshalb populärwissenschaftliche französische Texte über neurowissenschaftliche Themen ausgewertet und Fachvokabular für ein kleines Glossar zum Thema Neurowissenschaften gesammelt.

    Das Glossar ist im Archiv zum Download aufgeführt

    Schreibwerkstatt

    Kern des deutsch-französischen Seminars war schließlich eine Schreibwerkstatt, in dem die Studierenden journalistische Artikel über die neurowissenschaftlichen Themen verfassten. Interviews mit Forschern gehörten dazu, ebenso wie erklärende Sachtexte oder Reportagen aus dem Labor. Die Seminarleiter prämierten als Jury die gelungensten Beiträge.

    Die prämierten Artikel sind im Archiv zum Download aufgeführt

    Internationale Woche des Gehirns

    Die Aktion "Semaine Internationale du Cerveau" gehört zur "Brain Awareness Week", die jährlich im März in verschiedenen europäischen Ländern stattfindet. Initiator dieser Veranstaltung ist die European Dana Alliance for the Brain (EDAB). Ziel ist es, die breite Öffentlichkeit über die Bedeutung und die Fortschritte der Hirnforschung zu informieren. In Frankreich nahmen im Jahr 2007 rund 20 Städte an der Aktionswoche teil. Das Programm der Aktionswoche in Straßburg (13. bis 19. März) bot wissenschaftliche Vorträge und Ausstellungen, aber auch Filme und Schauspiel oder Wissenschaft zu Kaffee und Tee. In Deutschland trägt die Aktion den Titel "Internationale Woche des Gehirns" oder "Brain Week".

     

     

  • 2006: Gentest

    2006: Gentest

    "Gentests und Ethik"

    Wenige Wochen zuvor hatte im Schloss Genshagen noch das neue Bundeskabinett getagt: Im Februar 2006 debattierten dann mehr als zwei Dutzend Studenten aus Dortmund, Leipzig und Straßburg in den märchenhaften Räumen vor den Toren Berlins. Statt Steuer-Reformen und Arbeitsmarkt-Programmen widmeten sich die Studierenden in einem Blockseminar dem Thema "Gentests, Ethik und Gesellschaft" - in Deutschland, Frankreich und im übrigen Europa.

    Das Konzept: "Tout à fait extraordinaire"

    Sechs Tage lang diskutierten die Studierenden mit hochrangigen Gästen aus dem In- und Ausland: Mitglieder der Nationalen Ethikräte Deutschlands und Frankreichs stellten sich den Fragen der angehenden Journalisten ebenso wie zahlreiche Wissenschaftler und bekannte Schriftsteller, Versicherungsexperten und Datenschützer, Journalisten und Vertreter der Forschungspolitik. Bei einer Vor-Ort-Recherche in den Labors des Max-Delbrück-Centrums für Molekulare Medizin erhielten die angehenden Journalisten auch einen lebendigen Eindruck, was Genforschung heute bedeutet.

    Gentests sind ein ambivalentes Thema, das weit über rein biologisch-medizinische Fragen hinausreicht. Das Programm war daher bewusst inderdisziplinär angelegt, Chancen der Forschung wurden ebenso diskutiert wie mögliche Risiken in der Gesellschaft. Als besonders spannend erwiesen sich dabei immer wieder die kleinen Unterschiede zwischen Deutschland und Frankreich.

    Zentrales Ziel war zudem die Integration der journalistischen Praxis. Unter Realbedingungen schrieben die Studenten zu Themen des Tages journalistische Beiträge - und erweiterten so neben ihrem Sachwissen auch ihre Kenntnisse über die Stilformen vom Kommentar bis zur Reportage. Die besten Artikel erhielten einen Preis. Ergänzend wurden für diese Internetseite unter den Stichworten Labor sowie Ethik I und Ehtik II einige Programmpunkte zusammengefasst. Hilfreich ist auch ein deutsch-französisches Glossar zum Thema Gentests, das auf einer Seminar-Vorbereitung am Lehrstuhl Wissenschaftsjournalismus basiert: Um einen Überblick über wissenschaftliche Vokabeln zu bekommen, die nicht in jedem Wörterbuch stehen, hatten die Studierenden über mehrere Monate hinweg wissenschaftsjournalistische Artikel der französischen Tageszeitung Le Monde ausgewertet.

    Konzipiert und umgesetzt wurde das Seminar von Dr. Eric Heilmann (Université Louis Pasteur, Straßburg), Prof. Holger Wormer (Universität Dortmund) und Prof. Marcel Machill (Universität Leipzig) sowie Dr. Rudolf Teuwsen vom Nationalen Ethikrat (Berlin). Unterstützt wurden sie dabei von Esther Strätz, wissenschaftliche Mitarbeiterin der Stiftung Genshagen. Die Stiftung unter Leitung von Dieter Rehwinkel erwies sich dabei einmal mehr als erfahrener Gastgeber für Projekte zur deutsch-französischen Zusammenarbeit. Prädikat: "Tout à fait extraordinaire!"

    Glossar

    Bébé sur mesure, paire de bases und ovocyte: Solche Vokabeln lernt man im Schulunterricht selten. Zur Vorbereitung auf das Seminar haben die deutschen Teilnehmer deshalb Artikel der französischen Tageszeitung Le Monde ausgewertet. Das Ergebnis: ein kleines deutsch-französisches Glossar. Voilà.

    Das Glossar ist im Archiv zum Download aufgeführt

    Schreibwerkstatt

    Tagsüber recherchiert, abends geschrieben: Quasi unter Realbedingungen erprobten jeden Tag andere Studierende die journalistischen Stilformen; am nächsten Morgen folgte eine ausführliche Textkritik. Die Autoren widmeten sich in Berichten und Kommentaren der Kontroverse um Gentests für Versicherungen, andere fragten im Interview ein Mitglied des Ethikrates nach Gentests vor der Geburt - von Pränataldiagnostik bis "PID". Schauplatz der Reportagen war das Max-Delbrück-Centrum in Berlin.

    Die prämierten Artikel sind im Archiv zum Download aufgeführt