Best Practice: Guter Datenjournalismus – Beispiele aus der Praxis

Was kommt denn nun heraus, wenn sich Journalisten durch Datenberge wühlen oder mit Programmierern und Designern ein Thema lebendig werden lassen? Gute Geschichten, wie die folgenden Beispiele zeigen, die alle auf datenjournalistischen Methoden fußen.

Von Marie-Louise Timcke

  • Datenjournalismus XXL: Edward Snowden nannte es „The biggest data leak in the history of data journalism“: Die Panamapapers sind das Ergebnis einer einjährigen Datenanalyse unter der Koordination des International Consortium of Investigative Journalism. Die Rohdaten von über hunderttausend Briefkastenfirmen der paradiesischen Offshore-Welt, wurden der Süddeutschen Zeitung über einen Whistleblower zugespielt und sind noch immer Grundlage für viele Geschichten und politische Diskussionen.
  • Datenjournalismus interaktiv: Das Interaktivteam der Berliner Morgenpost hat mit seinen aufwändig gestalteten  Projekten schon einige Preise abgestaubt. Zusammen mit den Jungs von Webkid setzen sie vor allem auf Berlin bezogene Lokalthemen mit starker visueller Komponente um, bei denen die Anwendung im Mittelpunkt der Geschichte steht. Ein Beispiel: Mit Berlins neue Skyline machten sie aus einer kurzen Nachricht eine 3D-Erlebnistour durch das alte, heutige und zukünftige Berlin.
  • Datenjournalismus im Lokalen: Wie man mit einfachen Mitteln datenjournalistisch arbeiten kann, zeigt die Heimatkunden-Reihe der Dortmunder Ruhrnachrichten. Mit der Analyse einiger Daten zu Dortmunds Einwohnern fanden die Journalisten interessante Unterschiede zwischen den Stadtbezirken und  hakten bei Bewohnern und Experten nach.

Weitere Projekte aus dem deutschsprachigen Raum sind im DDJ-Katalog zusammengestellt.


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